Freitag, 4. September 2015

Letzter Post aus Deutschland/ Last post from Germany




So nun ist es soweit, es ist der 04.09.2015, der Tag auf den lange gewartet hat, der Tag den man auf der anderen Seite nie erreichen wollte. In sieben Stunden werde ich im Flieger nach Manchester sitzen, mit meinem Abschiedsbuch auf dem Schoß und wahrscheinlich ziemlich weinen. Wie fühlt man sich nun so kurz bevor man fliegt? Und um ehrlich zu sein, ich kann es euch nicht sagen… Ich weiß selber nicht was ich fühle oder denke. Es ist einfach mal so viel in meinem Kopf, so viele Gedanken und Gefühle, dass es einfach nur ein großes Chaos ist. Kein schönes Caos, muss man dazu sagen. Mich macht es mega müde und man schwangt von einer Emotion in die nächste, hat tausende Gedanken und Gefühle in sich. Man kann sich das ungefähr so vorstellen, als hätte man einen kleinen Hundewelpen vor sich, gleichzeitig ist eine wichtige Person im Krankenhaus, du sitzt in einer Achterbahn und du musst dir zwanzig Begriffe von „ich packe meinen Koffer“ in richtiger Reihenfolge merken. Ja, so fühlt sich das ungefähr an. Von den Gefühlen ist eigentlich alles dabei: Unsicherheit, Nervosität, Vorfreude, Traurigkeit, Ungewissheit und Angst. Jetzt  gerade überwiegt die Angst und Nervosität, aber das wird in einer Stunde schon wieder anders sein.
 Alle, die nächstes Jahr oder wann auch immer ein Auslandsjahr machen, denen kann ich nur empfehlen, seid in den letzten zwei Tage nicht alleine zu Hause! Ist nicht empfehlenswert! Mir persönlich liegt der Abschied total schwer im Magen und das ich weiß, dass ich gleich das letzte Mal in meiner gewohnten Umgebung bin. Das hört sich jetzt vielleicht etwas negativ an, aber das ist im Moment halt bei mir genauso. Ich hoffe, dass man sich das etwas vorstellen kann. Ich glaube man kann das vielleicht auch nicht ganz nachvollziehen, wenn man in so einer Lage noch nicht war.

 Zum Flughafen wird mich übrings nur meine Mutter begleiten, da es meinem Vater geschäftlich nicht möglich ist mitzukommen. Viele nehmen ja immer alle Freunde und Verwandte mit, aber das wollte ich nicht, sonst würde ich mich nur noch schlechter fühlen. Ich habe jetzt glücklicherweise nur noch den Abschied von meinem Bruder, meiner Mutter und meinem Hund vor mir. Wobei der Abschied von meinem Wuffi wahrscheinlich der schwerste wird, da ich mit ihr nicht skypen bzw. schreiben kann. 

Meine Koffer sind jetzt weitergehendes gepackt und ja. Ich werde mich das nächste Mal dann aus England melden :O 

Mein Gepäck



Less than seven hours left until I’ll be in the plane to Manchester. It is hard to tell you how I feel, because I don’t even know it. You can basically describe it as very confusing. You just feel every possible emotion all at once and that is confusing and exhausting. Yesterday I felt really sad/bad for the first time. And if you are planning to do an abroad year, don’t be alone in the last two days, that’s the worst you can do. The last week wasn’t really nice, because of the mess inside my head and I’ll be really lucky when it stops, hopefully soon!! Of course I cried in the last few days. Saying goodbye is never easy. It is so unreal that I will leave my home for ten months. Surprisingly, my body seems to be nervous and my brain is just overwhelmed. As I told you in the last post, it is hard to describe! Right now I just want to feel better. I will try to write another post soon :)

Dienstag, 1. September 2015

Packen und Gastgeschenke/ Packing and host family’s presents



3 Tage 8 Stunden 25 Minuten

Ja, gestern habe ich mich entschlossen mit dem Packen anzufangen. Der ursprüngliche Plan war es zwei Koffer mitzunehmen. Allerdings ist es etwas problematisch mit zwei Koffern, einer Kameratasche und einer großen Handtasche über den halben Flughafen zu laufen und in den Zug zu kommen… Deswegen hat mein Vater mich versucht zu überreden nur einen großen Koffer mitzunehmen. Ein Versuch war es ja wert. Also suchte ich alle Sachen raus, die ich mitnehmen wollte und stellt fest, dass es nach gar nicht sooo viel aussah. 

Es stellte sich allerdings heraus, dass es doch viel war. Ich fing also an zu packen (ich rollte die Klamotten natürlich, denn dann passt VIEL mehr rein) und schaffte es auch fast alles in den Koffer hinein zubekommen. Es fehlten nur die Gastgeschenke, meine Schuhe und ein paar Shirts. Dann kam ich auf die Idee den Koffer vielleicht erst mal zu wiegen. 25kg… zu schwer, denn auch wenn man zwei Koffer gebucht hat, dürfen die einzelnen Koffer nicht mehr als 23kg wiegen. In meinem Koffer befanden sich aber nur Kleidungsstücke und keine schweren Dinge, wie Schuhe oder Shampoos. Ich entschloss mich dann noch eine Reisetasche mitzunehmen und die auf den Koffer zu transportieren (damit man eine Hand frei hat). Wir besaßen aber nur eine zu kleine und eine zu große Reisetasche, also fuhren wir los und kauften noch eine mittlere Reisetasche, die ich nun mitnehmen werde und in die auch alles hinein passt. Es fehlen jetzt nur noch Kleinigkeiten, die ich Freitag dann noch einpacken werde. 


 Zu den Gastgeschenken: Ich habe eigentlich nur Essen mitgenommen, ausgenommen die zwei Tassen, die ich einfach schön fand und sie deshalb gekauft habe. Meine Gastfamilie mag gerne Bier, also habe ich mich dazu entschlossen deutsches Bier mitzunehmen. Einmal ein typisch deutsches und einmal mein Lieblingsbier. Zusätzlich habe ich dann noch Schokolade, Saftgoldbären (in England gibt es nur die normalen Haribo), Tee, Milchreis und Lebkuchen gekauft. 
Ich wurde schon etwas komisch angeguckt, dass ich Ende September mit Lebkuchen an der Kasse stand, aber gut :P Ich habe so viel Schokolade mitgenommen, weil sie dort keine Schokoladentafeln kennen, bei denen gibt es ausgenommen von zwei- drei Sorten/Marken keine und auch diese ist nicht besonders lecker… Zum Tee und dem Milchreis, auch das kennen sie in dieser Form in England nicht. 


Es sind jetzt noch drei Tage und das Gefühlschaos wird immer schlimmer. Ich hatte vorher auch nicht gewusst, dass man so viel gleichzeitig fühlen und denken kann. Ablenkung ist dann das Beste. Realisieren tut man es teilweise schon, teilweise gar nicht, ist schwer zu erklären. Ich mache am Freitag wahrscheinlich nochmal einen kurzen Post zur Gefühlslage, da werde ich versuchen es zu erklären :D




3d 8h 25min
Yesterday I finally started packing my suitcases. My actual plan was to take two suitcases with me, because it is just soooo much you have to bring for ten months! My dad tried to convince me at least hundred times to just take one big suitcase with me. I didn’t really think that it would work, but I tried to get everything in one suitcase. It actually fitted all in one, except from the shoes and the presents, but it was too heavy. 25kg instead of 23kg and I had only my clothes in it, not even shampoos and stuff. So I decided to use a big bag for the shoes and the clothes, which I had to take out of the suitcase. Unfortunately, we had a reallyyyy big bag (a lot too big) and a small bag (a lot too small), that’s why we went to the shopping centre and bought a medium sized bag :P  


For the my host family I bought a few presents, basically food, cause we have the best food in Germany. My host family likes beer, so of course I had to bring the good old German beer. In England they don’t really have chocolate like we have in Germany, so I had to bring chocolate as well. I bought another few things the English people don’t know and two mugs, because I liked them :P Hopefully they’ll like the food, otherwise I’ll eat it :O 


Just three days left and can’t sort my feelings out. It is just so much. I’ve never thought that it is possible to have so many emotions at the same time. It is horrible!! It is just a big mess in my heart, brain or whatever L I’ll try to write another post on Friday, in which I try to describe my feelings a bit better. (photos above)