Dienstag, 17. Mai 2016

Neue Gastfam./ New host family


Die letzten drei Tage in meiner alten Gastfamilie waren leider nicht sehr schön. Als meine alte Gastfamilie gesagt bekommen haben, dass sie den Hälfte des Geldes wieder zurück überweisen müssten, ab wurde ich dann ziemlich ignoriert. Meine Gastmutter redete nicht mehr mit mir und guckte mich nicht an und ja geredet wurde mit mir nur das absolute Minimum.

Als ich dann am Donnerstag nach dem Sport nach Hause kam, erhielt ich eine ehmm nette Nachricht per Whatsapp von meiner Gastschwester, in welcher sie mir sagte, wie unfair und respektlos ich doch sei und das jede Familie Probleme hätten und ihre ja normal seien und meine Entscheidung ja wirklich nicht nötig gewesen wäre. Daraufhin habe ich ihr dann auch meine Meinung (auf nett gemacht, denn ich habe Respekt) gesagt. Abends durfte ich dann alleine essen und hatte dann kein Hunger mehr, als ich eine Nachricht von Mandy sah. In der Nachricht stand, dass mein Gastvater das Geld nicht mehr hätte (haette ich ihr auch früher sagen koennen) und er auch nicht vorhätte es zurück zu zahlen, da ich mein Zimmer ja unbewohnbar hinterlassen hätte und sie nun erstmal renovieren müssten. Mir sind dazu keine Worte eingefallen und hätte nicht gedacht, dass sie mir sowas antun würden. Ich wusste nicht ganz ob ich darüber Lachen oder Weinen sollte. Ich tat darufhin beides und begann mein Zimmer zu fotografieren um festzuhalten wie bewohnbar es doch war. Man hätte von meinem Boden Essen können, so sauber war er. Naja, war alles nicht so supi.
Ich schrieb meiner alten Gastfamilie dann noch eine Dankeskarte und hatte ihnen auch schon ihre Lieblingssüßigkeit gekauft. In der Karte schrieb ich dann nochmal, dass ich es schade fand wie es enden musste und bedankte mich fuer die schöne Zeit die ich ja nun wirklich bei ihnen hatte (also bis März). Meine alte Gastfamilie und ich haben uns dann gestern nochmal „ausgeschrieben“ und ich hoffe sie verstehen meine Sichtweise nun besser, auf jeden Fall sind wir jetzt doch noch im Guten auseinander und vielleicht gehe ich sie nochmal besuchen, da sie mir ja nicht getan haben und wir ja doch 8,5 Monate miteinander gelebt haben und ich auch wirklich dankbar für die Zeit mit denen bin.

Am Samstagabend holte uns dann das Taxi ab und wir fuhren zur neuen Gastfamilie. Meine neue Gastfamilie wohnt in einem etwas netteren Teil von York, ca. 45min. von meiner Schule entfernt, und besteht aus einer Mutter (45) und ihrem Sohn (15). Ich muss sagen, ich fand die Frau schon von anfang an etwas komisch, denn sie wollte uns noch nicht mal abholen und zeigte uns nicht das Haus, sondern unsere Zimmer, welche im Erdgeschoss sind. Bis heute weiß ich nicht, wie das ganze Haus aussieht. Unsere Zimmer sehen etwas aus wie in einer Jugendherberge, allerdings haben wir zwei ein kleines Badezimmer für uns und eine kleine Küchenzeile, was natürlich ganz nett ist. Die Hiobsbotschaft kam dann fünf Minuten, nachdem wir gerade fertig mit auspacken waren. Und zwar rief uns Mandy an und teilte uns mit, dass wir nicht alleine im Haus sein dürften. Sie war mit der Situation nicht sonderlich zu frieden und fragte uns ob wir vorrübergehend zu einer anderen Koordinatoren ziehen wollen wuerden. Wir waren wie gesagt gerade fertig mit dem Auspacken! Wir haben dies allerdings verneint, da wir die Koodrinatoren kennen und wissen, dass diese kein Platz hat. Deswegen vereinbarten wir, dass wir eine Woche lang jeden Tag von 9-16 Uhr aus dem Haus gehen würden und wir nach einer Woche weitergesehen hätten und gehofft hätten, das unsere Gastmutter uns dann vertrauen würde.

Deswegen fühlte ich mich in der neuen Gastfamilie aber sehr unwohl und hatte das Gefühl, das die Chemie zwischen meiner Gastmutter und mir nicht stimmte, da wir schnell festgestellt hatten, das wir sehr gleiche Charakterzüge haben. Sarah verließ mich dann noch am Sonntagmorgen, da sie für 3 Tage nach Deutschland flog, was die ganze Sache für mich nicht besser machte. Da ich das Gefühl hatte, dass meine Gastmutter mich nicht mögen würde und ich mich fühlte wie in einem Hotel, in dem man nicht sein durfte wann man wollte. Das Ergebnis war dann eine weitere große Welle von Heimweh. Ich hatte am Sonntagabend dann nochmal mit Mandy telefoniert, da ich die Situation so etwas bescheiden fand, vor allem mit dem 7 Stunden nicht zu Hause sein dürfen und nirgendwo zu haben wo man hätte hingehen können. Mandy erzählt mir dann, dass meine Gastmutter mich auch nicht sonderlich sympathisch fand. Machte die ganze Situation jetzt auch nicht besser. Als ich dann zum Essen gerufen wurde, wo ich alleine Essen durfte weil Sarah nicht da war, fragte ich was ich denn falsch gemacht hätte. Wir zwei sprachen uns dann etwas aus und meine Vermutung bestätigte sich, dass sie Probleme damit hatte, dass ich auch eine sehr direkte Person bin. Danach war dann soweit alles geklärt und sie erlaubt uns im Haus zu sein, wann auch immer wir wollten. Mandy kam dann heute Abend noch einmal vorbei und ja wollte wissen ob nun alles okay sei.

Der Anfang in der neuen Familie war etwas holprig, aber letzten Endes scheint jetzt alles in Ordnung zu sein und wir zwei dürfen zu Hause bleiben. Zwar können wir uns nicht selber Essen nehmen oder kochen, aber das soll uns jetzt auch egal sein. Tesco ist eh gleich nebenan. Ja das war’s jetzt erstmal zur neuen Gastfamilie. 

Sarahs Zimmer oben und meins Unten





I can’t be bothered to translate the whole text to be honest, but I will tell you the main bits. Last Saturday we were picked up by a taxi, which brought us to our new host family a few miles away. We now live 45min away from school in a very nice area with a lot of trees and green around us. My new host family includes a host mum (46) and a host brother (14). The start was a bit difficult as we weren’t allowed to stay home during the day, which was problematic as we had nowhere to go as we had no lessons anymore. Moreover, I recognized quite soon that the new host mum’s character was very similar to mine. From the minute I walked in the connection was not there and we seemed to not really get along. As Sarah left the next morning to go to Germany for 3 days, another wave of homesickness developed, caused by unease. After having not a really nice Sunday I called Mandy and she basically confirmed my guess that my host mum didn’t really like me. I’d called Mandy, because I wanted to discuss how things were supposed to continue as Sarah and I weren’t allowed to stay in the house during the day. At the very minute I ended the call I had to go and eat. Well, I used the time and spoke to my host mum and we clarified things. I still don’t really know what I’ve done wrong, as I haven’t asked any strange or demanding questions or made any rude comments, but yeh never mind I guess my host mum and I are just both quite straight forward and have to learn how to deal with that. Mandy came around in the evening, but my host mum and I have had the talk the day before anyway and now we are allowed to stay inside and we both seem to have arranged to our characters and will make the best out of it. Sarah came back this morning and since then things have been better for me anyway as I am not alone and got somebody to talk to. That’s the reason why I am glad I didn’t move alone. Yes, now everything seems to be alright.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Gastfamilienwechsel!



„Das Leben ist der Himmel,
das Leben ist die Hölle,
Du baust dein Glück auf Sand
Dann kommt die Welle
An jedem deiner Tage
Kann der Wind sich drehen
Und irgendwas gibt dir die Kraft
Wieder aufzustehen“
(Was wirklich bleibt, Christina Stürmer)

Dieses Zitat aus einem Lied (welches zu 100% auf das Auslandsjahr anwendbar ist) trifft den Nagel auf den Kopf und beschreibt genau meine momentane Gefühlsachterbahn.

Und ja diesmal steht im Titel ein Ausrufezeichen und kein Fragezeichen. Wo fange ich jetzt am besten an? Also erstmal mein Vater hat ganz richtig zu mir gesagt, im Nachhinein hätte ich schon vor 3 Wochen wechseln sollen. Am Ende ist man immer klüger würde ich mal sagen. Manche sagen jetzt vielleicht: ist doch nur noch ein Monat. Ja, das stimmt, aber ein Monat kann seeehr lang sein.

Der Prozess:
Fange ich mal chronologisch an. Ich war die vorletzte Schulwoche mit Magen&Darm krank zu Hause und war in einem Zimmer sozusagen gefangen. Mir ging es die ganze Woche nicht sehr gut und ich sehnte mich sehr nach Menschen. Am Sonntag traf ich dann Sarah und meinte nur so zu ihr, dass es glaube ich besser gewesen wäre, wenn wir gewechselt hätten. Wir spielten dann etwas mit dem Gedanken und letzten Endes schrieben wir unsere Koordinatorin (Mandy) an. Diese meinte dann, dass sie versuchen würde uns das Wechseln zu ermöglichen, die Chance aber gering sei. Sie schrieb dann unsere Eltern an und bat diese zu unserem Wunsch Stellung zu nehmen. Meine Eltern schrieben daraufhin eine E-Mail in welcher sie den Wechsel befürworteten.

Zwei Tage später, am Dienstag, schrieb uns Mandy an und teilte uns mit, dass es möglich sei zu wechseln, aber erst Ende Mai. Ende Mai würde mir nichts bringen, denn die restlichen 11 Tage könnte ich dann auch noch so aushalten, es ging ja ums hier und jetzt. Früher sei es aber nicht möglich, da wir ja keine wirklichen Gründe hätten zu wechseln und sie deswegen das Geld von den Gastfamilien nicht zurückfordern könnte. Denn der Grund, des Unwohlseins und Unwillkommen fühlen, wäre ja kein Grund.

Bis zu dem Zeitpunkt war ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich das Richtige tat, mit der Idee die Gastfamilie zu wechseln. Als Mandy dann aber meinte, es ginge nicht, hatte ich einen kleineren oder größeren Breakdown. Erst dann habe ich realisiert, wie viel Hoffnung ich mir gemacht hatte und wie sehr ich wechseln wollte.

An Gründen mangelte es mir nun nicht, warum ich wechseln wollte. Dazu aber später mehr. Daraufhin rief ich Mandy an und erzählte ihr alles was in meiner alten Gastfamilie so abging. Sie war dann etwas schockiert und meinte, dass sie mich so schnell wie möglich aus der Familie haben möchte. Deswegen war ich dann sehr glücklich und mir fiel eine Last von den Schultern, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie trug. Eine halbe Stunde später kam mein Gastvater dann rein und fragte mich nach den Gründen, da Mandy nur einen Grund gesagt hatte, der nun aber nicht mehr relevant war. Ich erklärte es ihm und er versuchte mich zwar noch zu überreden, zeigte sich dann aber verständlich. Doch dann las ich die nächste Nachricht von Mandy und dachte ich bin in einem sehr schlechten Film gelandet und spiele die dumme Hauptdarstellerin. Sie schrieb nämlich, dass sie mit meinem Gastvater telefoniert hätte und dieser ihr gesagt hätte, dass sie sich gut um mich kümmern würden und deswegen gäbe es keinen Grund zu wechseln und ich könne erst am 31.05 wechseln, da meine Gastfamilie sonst ja keinen anderen Austauschschüler hat und Geld und so ne… Das Telefongespräch war da eine halbe Stunde her. Ich fühlte mich so dermaßen verarscht, dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Erst heißt es so schnell wie möglich und dann Ende Mai?!? Daraufhin schalteten sich dann meine Eltern ein und mein Vater machte etwas Druck und hatte letzten Endes die besseren Argumente.

An demselben Abend hat Mandy dann auch noch mit Sarahs Gastfamilie gesprochen und diese stimmten einem Wechsel zu, sodass einem Wechsel in eine neue Familie nichts mehr im Wege stand. Am Mittwochmorgen hatten Sarah und ich dann die Wahl zwischen zwei Familien. Entweder Nahe und ein Zimmer oder weiter weg und zwei Zimmer. Wir entschlossen uns für die zweite Option. Am Abend teilte sie uns dann mit, dass sie nun sicher eine Gastfamilie hätte und wir genauere Details, wie Umzugsdatum, Ort, Name heute erhalten sollten.

Gründe:
So nun aber mal zu meinen Gründen. Ich habe mich entschlossen, dass hier offen zu teilen und die genauen Gründe anzugeben, da es so vielleicht anderen Leuten besser hilft. Also, es gab kein bestimmtes Erlebnis, welches mich dazu getrieben hat, mich dazu zu entscheiden zu wechseln. Es hat sich über die Monate und vor allem über die letzten 5 Wochen sehr viel angesammelt. Finde es übrigens krass, dass es schon 5 Wochen her ist, dass ich in Deutschland war. Fühlte sich nicht so an!! Aber in diesen fünf Wochen ist jede Woche, außer in einer etwas Negatives passiert, was mich runtergezogen hat. In der ersten Woche war es das Heimweh, was ganz normal war. In der zweiten Woche die fast Trennung meiner Gasteltern und dann eine Woche Pause und dann wieder was.

Ich muss glaube ich einmal ein paar Hintergrundinformationen geben, damit man es versteht. Meine Gastmutter ist ein sehr impulsiver Mensch und hat Depressionen sowie andere psychische Krankheiten, genauso wie meine eine Gastschwester. Generell passiert in dieser Familie jede Woche irgendwas. In der Zeit, in der ich in der Gastfamilie war, habe ich zwei Selbstmordversuche miterlebt. Einer im Februar und der andere vor einer Woche. Direkt betroffen war ich nie, auch wenn ich den letzten mehr mitbekommen habe, da er in dem Haus meiner Gasteltern stattgefunden hat. Auch wenn ich von beiden glücklicherweise nicht viel mitbekommen habe, regt es einem doch zum Denken an und man hinterfragt einige Dinge, vor allem wenn man die Personen kennt. Hinzukommt das in meiner Gastfamilie viel möglich war. Ich konnte nie genau einschätzen, wie weit es in einem Streit gehen würde. Die Sorge kam vor allem nach der Fast- Trennung meiner Gasteltern auf. Als ich nämlich mitbekommen habe, dass die Messer rausgestellt werden mussten, wurde mir schon etwas anders. Ich habe in mehreren Streits schon mitbekommen, dass die Messer immer schnell entfernt wurden und das breitete mir schon Unbehagen, da ich nicht weiß wozu meine Gasteltern in der Lage wären. Darüber hinaus war der Alkoholkonsum meiner Gasteltern mir schon immer ein Dorn im Auge gewesen, da ich behaupten würde, dass meine Gasteltern Alkoholiker sind. Ich habe meine Gastmutter des Öfteren betrunken erlebt. Zudem kam dann in den letzten zwei Wochen noch die durchgehend angespannte Stimmung, egal wie gut meine Gasteltern es auch faken.
Ja das alles hatte sich angehäuft und führte dazu, dass ich mich nicht mehr unbedingt sicher fühlte, sowie sehr unwohl, da ich nie wusste was als nächstes passieren würde. Das belastete mich und ich konnte nicht mehr richtig abschalten, deswegen entschied ich mich zu wechseln, ob mit oder ohne Sarah, aber da Sarah ja auch das okay bekommen hat, können wir nun zusammen in eine Familie und uns so wenigstens das fehlende Familiengefühl geben.

Warum nicht früher?
Viele fragen sich nun wahrscheinlich, warum ich nicht schon früher gewechselt habe. Bis Ende März waren alle Dinge, die hier passiert sind für mich aushaltbar und ich konnte alles verarbeiten. Meine Gastfamilie mag sich jetzt vielleicht schrecklich anhören, doch das ist sie nicht. Sie haben auch viel für mich gemacht, was ich sehr zu schätzen weiß und ich hatte auch viele witzige Momente mit ihnen. Ich hatte immer alles was ich brauche und mir wurde Aufmerksamkeit geschenkt, sich um mich gekümmert und mir zugehört. Dennoch war es jetzt am Ende einfach zu viel für mich, zu viele Dinge auf einmal, Dinge die in der Intensität vorher nicht passiert waren. Zum Schluss hat mich nur mein Zimmer hier gehalten, da ich die Größe echt liebe. Aber auch die Aufmerksamkeit ist gesunken, da ich meine Gasteltern kaum noch gesehen habe, nur am Abend für ein- zwei Stunden. Zudem ist es jetzt „nur“ noch ein Monat und sollte es in der nächsten Familie schlimmer werden, bin ich eh bald weg. :P

Das war jetzt ein seehr langer Post. Aber ich musste mir es erstens mal von der Seele schreiben und zweitens wollte ich es ausführlich erklären. Ich fühle mich bis heute etwas verarscht und hoffe die Achterbahn der Gefühle bleibt nun mal weiter oben, im sonnigen Teil und bricht nicht immer ein. Ich stehe nicht so auf die G- Kräfte im freien Fall (Bin ich nicht gut im verbildlichen?!). 

Zu meiner neuen Gastfamilie mache ich dann noch mal einen separaten Post. Alles was ich bisher weiß ist, dass wir am Samstag, also übermorgen umziehen und ich jetzt schnell anfangen muss zu packen :O





All I will say is that I am going to move to another host family on Saturday as I can’t cope with a few things in my old host family anymore. As it took a while to sort everything out with my organisation, I wasn’t able to learn for my Spanish oral exam in any way. I will nevertheless do a post about my new host family soon, when I stayed there for a few days and can say more. Also, I will move together with Sarah to that same host family.

Sonntag, 8. Mai 2016

Essen/Food



Ich dachte ich mache mal einen Post übers Essen hier in England. Man hört ja immer, dass das englische Essen so eklig und ungesund wäre und da dachte ich mir:  teile ich doch mal meine Erfahrungen zu dem Thema. 
Shepherd's Pie
Viele behaupten ja auch, dass die Engländer keine richtige Esskultur haben. Nun darüber lässt sich streiten. Wenn man Fish&Chips sowie Yorkshire pudding und so ein paar andere Sachen als Esskultur ansieht, dann haben die Engländer eine Esskultur. Fish&Chips ist wirklich das englische Nationalgericht. Man kriegt Fish&Chips wirklich überall! Allerdings muss man nicht unbedingt Essig drauf haben und in Zeitungspapier ist es auch nicht eingetütet. Ich kann wirklich nicht verstehen, warum Engländer so auf Fish&Chips abfahren, ich finde es einfach nur fettig. Da wären wir schon beim nächsten Thema. Fett. Hier ist alles sehr fettig, vor allem Pommes kann man hier größtenteils in die Tonne treten. Aber auch Pizza und Döner (ja gibt es hier) bestehen einfach nur aus Fett, was etwas widerlich ist. Dann gibt es hier noch ganz viele verschiedene „Pies“, das sind sozusagen herzhafte Gebäcke. Sunday Roast ist ein weiteres national Gericht, welches einfach nur aus vielen verschiedenen Gemüsesorten, einem Stück Braten und Soße besteht. Shepherd's Pie ist hier oben im Norden auch sehr verbreitet. Als ich es das erste Mal gesehen habe dachte ich nur: Komische Kombination. Hackfleisch mit Karotten drin und dann Kartoffelpüree oben drauf und das Ganze dann getoppt mit Käse und dann in den Ofen. Ist mal was anderes :P Sonst essen die Engländer relativ international. Also es gibt oft Currys, Pasta oder Paella. Dadurch, dass viele Inder in England leben, haben sich die Engländer daran  gewöhnt sehr scharf zu essen. Dennoch variiert das Essen von Familie zu Familie. Bei manchen gibt es nur Pizza und Pommes bei anderen nur frisch gekocht und dann halt international. Wobei frisch gekocht in England auch eine andere Bedeutung hat als in Deutschland. Hier wird für jedes Essen eine Fertigmischung hinzugefügt und Gemüse wird schon fertig geschnitten gekauft. 
Sunday Roast und unten rechts der Yorkshire Pudding.

Generell ist die englische Esskultur eigentlich genauso wie die Amerikanische. Es gibt hier auch nur Milch in großen Plastikkanistern, es gibt alles Mögliche fertig geschnitten, es gibt viele Fertiggerichte,  man isst viele Chips und die meisten Fruchtsäfte sind mega süß. 

Die Engländer fahren komischerweise voll auf Essig und Orangengeschmack ab. Ist jetzt beides nicht so lecker. Wenn man dann Kakao trinkt, aber es Orangenkakao ist und es riecht wie Fanta.
Schokolade hier schmeckt, finde ich, nicht so supi. Die Schokolade hier hat so einen komischen Eigengeschmack, denn ich nicht mag. 

Die Engländer haben morgens zum Frühstück meistens  Cornflakes und/oder ein Toast, wobei die in England keinen Aufschnitt kennen, so wie wir und wenn dann ist es relativ teuer. Also eine Packung Käse kostet hier schon mal umgerechnet fast 5€. Zum Lunch essen viele dann eine Instant- oder Fertigsuppe bzw. in der Schule haben die meisten ein Sandwich, Chips, Apfel und ein Schokoriegel dabei. Abends gibt es dann erst warm. In manchen Familien schon um 5 Uhr bei mir z.B. erst um 8 Uhr. 

Was ich persönlich ganz schlimm finde, dass es in vielen englischen Haushalten keine Reserve oder so was gibt. Meine Gastfamilie geht jeden bzw. jeden zweiten Tag einkaufen. Deshalb haben wir nichts. Keine Nudeln, keine Kartoffeln, kein Mehl oder Zucker, keine Gewürze. Das heißt, wenn man abends spontan Hunger auf Pfannkuchen hat, kann man die sich nicht mal eben machen, weil man kein Mehl oder Eier hat. Wenn man sich dann Mehl kauft, stellt man fest, dass man keinen Mixer oder Schneebesen hat, yayy…

Durch das viele Fertigessen wird man aber nicht so satt, also ich jedenfalls. Ich esse hier in England echt sehr viel und habe manchmal echt das Gefühl für drei zu essen. Als ich im April dann aber zu Hause war, hatte ich nicht so einen Hunger und habe normale Portionen gegessen, deswegen glaube ich einfach, dass das englische Essen nicht so nahrhaft ist. Zugenommen habe ich hier jetzt eigentlich nicht. Vielleicht ein Kilo aber definitiv nicht mehr. Ich mache zwar zweimal die Woche Sport, aber ich frage mich wirklich, wie es sein kann, dass ich nicht zugenommen habe :P

Ich hoffe dieser Post konnte euch einen kleinen Einblick in die Englische Essenswelt geben. :)





Many people in Germany (and probably in other countries as well) think that British food is disgusting and that it tastes like nothing. Well, I have to say that I disagree with this opinion. British food is different from the German, but it is not as bad as many people say. I would say that England doesn’t really have a food culture if you can say that. They do have some traditional food, like fish and chips or Sunday roast, but not as many as other countries have. I still can’t understand why British people love fish&chips. Here you can get it everywhere, but it is basically just fat.
In general I think that British food is just like American food, which the exception that there are not as many fast food shops as in America. But in England you get milk in plastic containers, there is basically just one type of cheese available in all different shapes, sizes and colours. Moreover, in the supermarkets you can get ready cut salad or potatoes as well as sweet fruit juices and ready meals. All that is the case in the USA as well. Before I came here I didn’t think that the similarities would be that extreme.  
Also, English chocolate tastes like Hershey’s, a lot sweeter than German chocolate and a strange flavour comes with it. Personally, not my favourite.
The Brits love their orange and vinegar flavour in everything. Literally, in everything. Vinegar crisps, orange hot chocolate, orange chocolate, orange cookies and so on. I still think that orange hot chocolate is a bit weird, because if you want to drink a hot chocolate why would you like to smell the scent of Fanta at the same time.
Normally, you have something small in the morning for breakfast, such like a toast with jam, cereals, cookies and of course a tea. In England they say that “toast” is bread and there are like 100 types of different toasts which are actually all the same. Cheese or salami is generally quite expensive and isn’t bought a lot. At lunch time or how the English people say “dinner” you normally have an instant soup or at school a sandwich, an apple, a juice and some crisps. I personally haven’t experienced the famous tea time in any of my host families I’ve had. Tea time in Yorkshire is the normal evening meal. Which is normally served between 5pm and 8pm, but really depends on the family.
BUT I do have to say that I like a lot of English meals. Especially, Sunday Roast! Sunday Roast is basically meat and a variety of vegetables. Moreover, I like that the meals are more international than in Germany. In England you eat a lot of Mexican, Indian or Chinese food, which is nice I think. I also really like the English cookies, well some of them. And meanwhile I even enjoy Yorkshire Pudding with a lot of gravy :))