Samstag, 21. Mai 2016

Liverpool



Ich hatte ja bereits erzählt, dass Sarah und ich einen kleinen Trip nach Liverpool gebucht hatten. Am Donnerstag ging es dann relativ früh mit dem Bus zum Bahnhof und von da aus mit dem Zug 1,5h nach Manchester Piccadilly. Dort angekommen kauften wir uns erstmal was zu essen und liefen etwas am Bahnhof herum. Dann ging es mit Google Maps zum Busbahnhof und anschließend mit dem Bus eine Stunde nach Liverpool. Ich hatte vorher etwas die Befürchtung gehabt, dass Liverpool so ist wie Blackpool, also etwas heruntergekommen und naja nicht so schön. Aber dies ist nicht der Fall! Ich finde es war definitiv die richtige Entscheidung nach Liverpool zu fahren, obwohl viele Leute meinten, dass Liverpool nicht schön sei. Die Innenstadt, wo wir uns nur aufgehalten haben, ist wunderschön und modern und auch die Gegend drum herum fand ich jetzt nicht schlimm, Englisch halt. 


In Liverpool angekommen liefen wir erstmal durch die Innenstadt und versuchten dann schon bei unserem Hostel einzuchecken, welches direkt an der Shoppingmeile liegt. Generell kann ich das Hostel nur sehr empfehlen. Das Eurohostel ist sauber, modern und sehr günstig. Leider konnten wir noch nicht einchecken und liefen deswegen etwas planlos in Geschäften herum. Um 15 Uhr konnten wir dann einchecken und stellten fest, dass wir sogar ein eigenes Badezimmer hatten. Leider hat es am Nachmittag dann aber angefangen zu regnen, aber wir sind trotzdem durch Liverpool gelaufen und haben uns den Albert Dock angeguckt. Sah etwas aus wie die Speicherstadt in Hamburg. Nach ca. 2h waren wir dann klitsche nass und gingen zu Starbucks um uns etwas aufzuwärmen. Abends ging es dann noch beim Italiener essen und in den Bierkeller, jap so hieß es :P. 


Am nächsten Morgen ließen wir uns etwas Zeit mit dem Aufstehen und checkten erst spät aus und gingen anschließend zu McDonalds frühstücken. Da wir nicht mehr wirklich wussten, was wir uns angucken sollten, liefen wir erstmal planlos am Wasser entlang und dann irgendwann Richtung Stadt durchs Büroviertel wieder in die Innenstadt und dort dann kreuz und quer. Nach etwas Lunch und schmerzenden Füßen, holte sich Sarah noch mal was bei Starbucks. Gegen 16 Uhr ging dann auch schon wieder unser Bus nach Manchester, der mit etwas Verspätung, wegen dem Feierabendverkehr, in Manchester ankam. Wir liefen dann noch in die Innenstadt und quetschten uns durch die Menschenmassen, bis wir keine Lust mehr hatten und uns am Bahnhof hinsetzten und die Menschen beobachten. Nach 1.5h Bahnfahrt waren wir dann auch wieder in York, wo wir feststellen durften, dass unser Bus in unser Stadtteil gar nicht mehr nach 20 Uhr fährt. Also durften wir 50min. nach Hause laufen, war ja nun nicht so, dass unsere Füße eh schon wehtaten. 

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich Liverpool sehr schön fand und es definitiv einen Tagestrip wert war!




As I told you before Sarah and I planned a trip to Liverpool a while ago. On Thursday the trip was to become reality. We had to get up quite early and catch the bus to the train station. From there we took the train to Manchester Piccadilly. Around 90min later we were in Manchester searching for some food, which we found in the station. Afterwards we went to the Coach station with a bit of help from Google Maps. From Manchester we took the bus to Liverpool, which took us just about an hour. I have to admit that I was afraid of Liverpool being like Blackpool, a bit worn down and yeh not really nice. Well, that's not the case! Even though many people say Liverpool is not the nicest place, I think it is quite nice. Especially the city centre and the Albert Dock are beautiful and also the areas we drove through with the bus were normal and British. After we arrived in Liverpool we weren't able to check in, that's why we went shopping for a bit until we were able to check in. I can just recommend the hostel. The Euro Hostel is directly next to the shopping street, clean, modern and cheap. Afterwards we walked around and had a look at the Albert Dock. Unfortunately, it rained the whole time, so we were wet through after two hours, therefore we sat down in Starbucks and tried to warm up a bit. In the evening we went to a nice Italian restaurant and a German sports bar. On the next morning we had a bit of a sleep in. We went to McDonalds to have a cheap and filling breakfast, which was actually quite nice. Afterwards we didn’t really know what to do anymore, therefore we just walked around along the water and later in the financial district. We then had something for lunch, or better Sarah had and I had some ice cream, cause we had 14 degrees and why not… At the end we really didn’t know what to do anymore so we had another Starbucks, or better Sarah had. At quarter to four our bus came and we went back to Manchester with a delay of 15min as the traffic jam around Manchester is terrible on a Friday evening. Well, luckily I had thought about that and we still had plenty of time to catch our bus, so we went downtown and had a look around there, before we caught our train. Unfortunately, our bus in York, which brings us in the north to our home, doesn’t run after 8pm. So, we had to walk 50min to get home and as our feet were dying anyway it wasn’t really pleasant. But I can honestly just recommend Liverpool for a day trip.

Dienstag, 17. Mai 2016

Neue Gastfam./ New host family


Die letzten drei Tage in meiner alten Gastfamilie waren leider nicht sehr schön. Als meine alte Gastfamilie gesagt bekommen haben, dass sie den Hälfte des Geldes wieder zurück überweisen müssten, ab wurde ich dann ziemlich ignoriert. Meine Gastmutter redete nicht mehr mit mir und guckte mich nicht an und ja geredet wurde mit mir nur das absolute Minimum.

Als ich dann am Donnerstag nach dem Sport nach Hause kam, erhielt ich eine ehmm nette Nachricht per Whatsapp von meiner Gastschwester, in welcher sie mir sagte, wie unfair und respektlos ich doch sei und das jede Familie Probleme hätten und ihre ja normal seien und meine Entscheidung ja wirklich nicht nötig gewesen wäre. Daraufhin habe ich ihr dann auch meine Meinung (auf nett gemacht, denn ich habe Respekt) gesagt. Abends durfte ich dann alleine essen und hatte dann kein Hunger mehr, als ich eine Nachricht von Mandy sah. In der Nachricht stand, dass mein Gastvater das Geld nicht mehr hätte (haette ich ihr auch früher sagen koennen) und er auch nicht vorhätte es zurück zu zahlen, da ich mein Zimmer ja unbewohnbar hinterlassen hätte und sie nun erstmal renovieren müssten. Mir sind dazu keine Worte eingefallen und hätte nicht gedacht, dass sie mir sowas antun würden. Ich wusste nicht ganz ob ich darüber Lachen oder Weinen sollte. Ich tat darufhin beides und begann mein Zimmer zu fotografieren um festzuhalten wie bewohnbar es doch war. Man hätte von meinem Boden Essen können, so sauber war er. Naja, war alles nicht so supi.
Ich schrieb meiner alten Gastfamilie dann noch eine Dankeskarte und hatte ihnen auch schon ihre Lieblingssüßigkeit gekauft. In der Karte schrieb ich dann nochmal, dass ich es schade fand wie es enden musste und bedankte mich fuer die schöne Zeit die ich ja nun wirklich bei ihnen hatte (also bis März). Meine alte Gastfamilie und ich haben uns dann gestern nochmal „ausgeschrieben“ und ich hoffe sie verstehen meine Sichtweise nun besser, auf jeden Fall sind wir jetzt doch noch im Guten auseinander und vielleicht gehe ich sie nochmal besuchen, da sie mir ja nicht getan haben und wir ja doch 8,5 Monate miteinander gelebt haben und ich auch wirklich dankbar für die Zeit mit denen bin.

Am Samstagabend holte uns dann das Taxi ab und wir fuhren zur neuen Gastfamilie. Meine neue Gastfamilie wohnt in einem etwas netteren Teil von York, ca. 45min. von meiner Schule entfernt, und besteht aus einer Mutter (45) und ihrem Sohn (15). Ich muss sagen, ich fand die Frau schon von anfang an etwas komisch, denn sie wollte uns noch nicht mal abholen und zeigte uns nicht das Haus, sondern unsere Zimmer, welche im Erdgeschoss sind. Bis heute weiß ich nicht, wie das ganze Haus aussieht. Unsere Zimmer sehen etwas aus wie in einer Jugendherberge, allerdings haben wir zwei ein kleines Badezimmer für uns und eine kleine Küchenzeile, was natürlich ganz nett ist. Die Hiobsbotschaft kam dann fünf Minuten, nachdem wir gerade fertig mit auspacken waren. Und zwar rief uns Mandy an und teilte uns mit, dass wir nicht alleine im Haus sein dürften. Sie war mit der Situation nicht sonderlich zu frieden und fragte uns ob wir vorrübergehend zu einer anderen Koordinatoren ziehen wollen wuerden. Wir waren wie gesagt gerade fertig mit dem Auspacken! Wir haben dies allerdings verneint, da wir die Koodrinatoren kennen und wissen, dass diese kein Platz hat. Deswegen vereinbarten wir, dass wir eine Woche lang jeden Tag von 9-16 Uhr aus dem Haus gehen würden und wir nach einer Woche weitergesehen hätten und gehofft hätten, das unsere Gastmutter uns dann vertrauen würde.

Deswegen fühlte ich mich in der neuen Gastfamilie aber sehr unwohl und hatte das Gefühl, das die Chemie zwischen meiner Gastmutter und mir nicht stimmte, da wir schnell festgestellt hatten, das wir sehr gleiche Charakterzüge haben. Sarah verließ mich dann noch am Sonntagmorgen, da sie für 3 Tage nach Deutschland flog, was die ganze Sache für mich nicht besser machte. Da ich das Gefühl hatte, dass meine Gastmutter mich nicht mögen würde und ich mich fühlte wie in einem Hotel, in dem man nicht sein durfte wann man wollte. Das Ergebnis war dann eine weitere große Welle von Heimweh. Ich hatte am Sonntagabend dann nochmal mit Mandy telefoniert, da ich die Situation so etwas bescheiden fand, vor allem mit dem 7 Stunden nicht zu Hause sein dürfen und nirgendwo zu haben wo man hätte hingehen können. Mandy erzählt mir dann, dass meine Gastmutter mich auch nicht sonderlich sympathisch fand. Machte die ganze Situation jetzt auch nicht besser. Als ich dann zum Essen gerufen wurde, wo ich alleine Essen durfte weil Sarah nicht da war, fragte ich was ich denn falsch gemacht hätte. Wir zwei sprachen uns dann etwas aus und meine Vermutung bestätigte sich, dass sie Probleme damit hatte, dass ich auch eine sehr direkte Person bin. Danach war dann soweit alles geklärt und sie erlaubt uns im Haus zu sein, wann auch immer wir wollten. Mandy kam dann heute Abend noch einmal vorbei und ja wollte wissen ob nun alles okay sei.

Der Anfang in der neuen Familie war etwas holprig, aber letzten Endes scheint jetzt alles in Ordnung zu sein und wir zwei dürfen zu Hause bleiben. Zwar können wir uns nicht selber Essen nehmen oder kochen, aber das soll uns jetzt auch egal sein. Tesco ist eh gleich nebenan. Ja das war’s jetzt erstmal zur neuen Gastfamilie. 

Sarahs Zimmer oben und meins Unten





I can’t be bothered to translate the whole text to be honest, but I will tell you the main bits. Last Saturday we were picked up by a taxi, which brought us to our new host family a few miles away. We now live 45min away from school in a very nice area with a lot of trees and green around us. My new host family includes a host mum (46) and a host brother (14). The start was a bit difficult as we weren’t allowed to stay home during the day, which was problematic as we had nowhere to go as we had no lessons anymore. Moreover, I recognized quite soon that the new host mum’s character was very similar to mine. From the minute I walked in the connection was not there and we seemed to not really get along. As Sarah left the next morning to go to Germany for 3 days, another wave of homesickness developed, caused by unease. After having not a really nice Sunday I called Mandy and she basically confirmed my guess that my host mum didn’t really like me. I’d called Mandy, because I wanted to discuss how things were supposed to continue as Sarah and I weren’t allowed to stay in the house during the day. At the very minute I ended the call I had to go and eat. Well, I used the time and spoke to my host mum and we clarified things. I still don’t really know what I’ve done wrong, as I haven’t asked any strange or demanding questions or made any rude comments, but yeh never mind I guess my host mum and I are just both quite straight forward and have to learn how to deal with that. Mandy came around in the evening, but my host mum and I have had the talk the day before anyway and now we are allowed to stay inside and we both seem to have arranged to our characters and will make the best out of it. Sarah came back this morning and since then things have been better for me anyway as I am not alone and got somebody to talk to. That’s the reason why I am glad I didn’t move alone. Yes, now everything seems to be alright.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Gastfamilienwechsel!



„Das Leben ist der Himmel,
das Leben ist die Hölle,
Du baust dein Glück auf Sand
Dann kommt die Welle
An jedem deiner Tage
Kann der Wind sich drehen
Und irgendwas gibt dir die Kraft
Wieder aufzustehen“
(Was wirklich bleibt, Christina Stürmer)

Dieses Zitat aus einem Lied (welches zu 100% auf das Auslandsjahr anwendbar ist) trifft den Nagel auf den Kopf und beschreibt genau meine momentane Gefühlsachterbahn.

Und ja diesmal steht im Titel ein Ausrufezeichen und kein Fragezeichen. Wo fange ich jetzt am besten an? Also erstmal mein Vater hat ganz richtig zu mir gesagt, im Nachhinein hätte ich schon vor 3 Wochen wechseln sollen. Am Ende ist man immer klüger würde ich mal sagen. Manche sagen jetzt vielleicht: ist doch nur noch ein Monat. Ja, das stimmt, aber ein Monat kann seeehr lang sein.

Der Prozess:
Fange ich mal chronologisch an. Ich war die vorletzte Schulwoche mit Magen&Darm krank zu Hause und war in einem Zimmer sozusagen gefangen. Mir ging es die ganze Woche nicht sehr gut und ich sehnte mich sehr nach Menschen. Am Sonntag traf ich dann Sarah und meinte nur so zu ihr, dass es glaube ich besser gewesen wäre, wenn wir gewechselt hätten. Wir spielten dann etwas mit dem Gedanken und letzten Endes schrieben wir unsere Koordinatorin (Mandy) an. Diese meinte dann, dass sie versuchen würde uns das Wechseln zu ermöglichen, die Chance aber gering sei. Sie schrieb dann unsere Eltern an und bat diese zu unserem Wunsch Stellung zu nehmen. Meine Eltern schrieben daraufhin eine E-Mail in welcher sie den Wechsel befürworteten.

Zwei Tage später, am Dienstag, schrieb uns Mandy an und teilte uns mit, dass es möglich sei zu wechseln, aber erst Ende Mai. Ende Mai würde mir nichts bringen, denn die restlichen 11 Tage könnte ich dann auch noch so aushalten, es ging ja ums hier und jetzt. Früher sei es aber nicht möglich, da wir ja keine wirklichen Gründe hätten zu wechseln und sie deswegen das Geld von den Gastfamilien nicht zurückfordern könnte. Denn der Grund, des Unwohlseins und Unwillkommen fühlen, wäre ja kein Grund.

Bis zu dem Zeitpunkt war ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich das Richtige tat, mit der Idee die Gastfamilie zu wechseln. Als Mandy dann aber meinte, es ginge nicht, hatte ich einen kleineren oder größeren Breakdown. Erst dann habe ich realisiert, wie viel Hoffnung ich mir gemacht hatte und wie sehr ich wechseln wollte.

An Gründen mangelte es mir nun nicht, warum ich wechseln wollte. Dazu aber später mehr. Daraufhin rief ich Mandy an und erzählte ihr alles was in meiner alten Gastfamilie so abging. Sie war dann etwas schockiert und meinte, dass sie mich so schnell wie möglich aus der Familie haben möchte. Deswegen war ich dann sehr glücklich und mir fiel eine Last von den Schultern, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie trug. Eine halbe Stunde später kam mein Gastvater dann rein und fragte mich nach den Gründen, da Mandy nur einen Grund gesagt hatte, der nun aber nicht mehr relevant war. Ich erklärte es ihm und er versuchte mich zwar noch zu überreden, zeigte sich dann aber verständlich. Doch dann las ich die nächste Nachricht von Mandy und dachte ich bin in einem sehr schlechten Film gelandet und spiele die dumme Hauptdarstellerin. Sie schrieb nämlich, dass sie mit meinem Gastvater telefoniert hätte und dieser ihr gesagt hätte, dass sie sich gut um mich kümmern würden und deswegen gäbe es keinen Grund zu wechseln und ich könne erst am 31.05 wechseln, da meine Gastfamilie sonst ja keinen anderen Austauschschüler hat und Geld und so ne… Das Telefongespräch war da eine halbe Stunde her. Ich fühlte mich so dermaßen verarscht, dass könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Erst heißt es so schnell wie möglich und dann Ende Mai?!? Daraufhin schalteten sich dann meine Eltern ein und mein Vater machte etwas Druck und hatte letzten Endes die besseren Argumente.

An demselben Abend hat Mandy dann auch noch mit Sarahs Gastfamilie gesprochen und diese stimmten einem Wechsel zu, sodass einem Wechsel in eine neue Familie nichts mehr im Wege stand. Am Mittwochmorgen hatten Sarah und ich dann die Wahl zwischen zwei Familien. Entweder Nahe und ein Zimmer oder weiter weg und zwei Zimmer. Wir entschlossen uns für die zweite Option. Am Abend teilte sie uns dann mit, dass sie nun sicher eine Gastfamilie hätte und wir genauere Details, wie Umzugsdatum, Ort, Name heute erhalten sollten.

Gründe:
So nun aber mal zu meinen Gründen. Ich habe mich entschlossen, dass hier offen zu teilen und die genauen Gründe anzugeben, da es so vielleicht anderen Leuten besser hilft. Also, es gab kein bestimmtes Erlebnis, welches mich dazu getrieben hat, mich dazu zu entscheiden zu wechseln. Es hat sich über die Monate und vor allem über die letzten 5 Wochen sehr viel angesammelt. Finde es übrigens krass, dass es schon 5 Wochen her ist, dass ich in Deutschland war. Fühlte sich nicht so an!! Aber in diesen fünf Wochen ist jede Woche, außer in einer etwas Negatives passiert, was mich runtergezogen hat. In der ersten Woche war es das Heimweh, was ganz normal war. In der zweiten Woche die fast Trennung meiner Gasteltern und dann eine Woche Pause und dann wieder was.

Ich muss glaube ich einmal ein paar Hintergrundinformationen geben, damit man es versteht. Meine Gastmutter ist ein sehr impulsiver Mensch und hat Depressionen sowie andere psychische Krankheiten, genauso wie meine eine Gastschwester. Generell passiert in dieser Familie jede Woche irgendwas. In der Zeit, in der ich in der Gastfamilie war, habe ich zwei Selbstmordversuche miterlebt. Einer im Februar und der andere vor einer Woche. Direkt betroffen war ich nie, auch wenn ich den letzten mehr mitbekommen habe, da er in dem Haus meiner Gasteltern stattgefunden hat. Auch wenn ich von beiden glücklicherweise nicht viel mitbekommen habe, regt es einem doch zum Denken an und man hinterfragt einige Dinge, vor allem wenn man die Personen kennt. Hinzukommt das in meiner Gastfamilie viel möglich war. Ich konnte nie genau einschätzen, wie weit es in einem Streit gehen würde. Die Sorge kam vor allem nach der Fast- Trennung meiner Gasteltern auf. Als ich nämlich mitbekommen habe, dass die Messer rausgestellt werden mussten, wurde mir schon etwas anders. Ich habe in mehreren Streits schon mitbekommen, dass die Messer immer schnell entfernt wurden und das breitete mir schon Unbehagen, da ich nicht weiß wozu meine Gasteltern in der Lage wären. Darüber hinaus war der Alkoholkonsum meiner Gasteltern mir schon immer ein Dorn im Auge gewesen, da ich behaupten würde, dass meine Gasteltern Alkoholiker sind. Ich habe meine Gastmutter des Öfteren betrunken erlebt. Zudem kam dann in den letzten zwei Wochen noch die durchgehend angespannte Stimmung, egal wie gut meine Gasteltern es auch faken.
Ja das alles hatte sich angehäuft und führte dazu, dass ich mich nicht mehr unbedingt sicher fühlte, sowie sehr unwohl, da ich nie wusste was als nächstes passieren würde. Das belastete mich und ich konnte nicht mehr richtig abschalten, deswegen entschied ich mich zu wechseln, ob mit oder ohne Sarah, aber da Sarah ja auch das okay bekommen hat, können wir nun zusammen in eine Familie und uns so wenigstens das fehlende Familiengefühl geben.

Warum nicht früher?
Viele fragen sich nun wahrscheinlich, warum ich nicht schon früher gewechselt habe. Bis Ende März waren alle Dinge, die hier passiert sind für mich aushaltbar und ich konnte alles verarbeiten. Meine Gastfamilie mag sich jetzt vielleicht schrecklich anhören, doch das ist sie nicht. Sie haben auch viel für mich gemacht, was ich sehr zu schätzen weiß und ich hatte auch viele witzige Momente mit ihnen. Ich hatte immer alles was ich brauche und mir wurde Aufmerksamkeit geschenkt, sich um mich gekümmert und mir zugehört. Dennoch war es jetzt am Ende einfach zu viel für mich, zu viele Dinge auf einmal, Dinge die in der Intensität vorher nicht passiert waren. Zum Schluss hat mich nur mein Zimmer hier gehalten, da ich die Größe echt liebe. Aber auch die Aufmerksamkeit ist gesunken, da ich meine Gasteltern kaum noch gesehen habe, nur am Abend für ein- zwei Stunden. Zudem ist es jetzt „nur“ noch ein Monat und sollte es in der nächsten Familie schlimmer werden, bin ich eh bald weg. :P

Das war jetzt ein seehr langer Post. Aber ich musste mir es erstens mal von der Seele schreiben und zweitens wollte ich es ausführlich erklären. Ich fühle mich bis heute etwas verarscht und hoffe die Achterbahn der Gefühle bleibt nun mal weiter oben, im sonnigen Teil und bricht nicht immer ein. Ich stehe nicht so auf die G- Kräfte im freien Fall (Bin ich nicht gut im verbildlichen?!). 

Zu meiner neuen Gastfamilie mache ich dann noch mal einen separaten Post. Alles was ich bisher weiß ist, dass wir am Samstag, also übermorgen umziehen und ich jetzt schnell anfangen muss zu packen :O





All I will say is that I am going to move to another host family on Saturday as I can’t cope with a few things in my old host family anymore. As it took a while to sort everything out with my organisation, I wasn’t able to learn for my Spanish oral exam in any way. I will nevertheless do a post about my new host family soon, when I stayed there for a few days and can say more. Also, I will move together with Sarah to that same host family.